Ein Test zum e-Pad Zenithink ZT-180

e-Pad Zenithink ZT-180

e-Pad Zenithink ZT-180

Das e-Pad Zenithink ZT-180 erweckt beim Halten des Karton in der Hand hat einen vielversprechenden Eindruck.

Das Gerät kommt mit Handbuch, Mini-Ethernet-to-RJ45-Adapter, einem USB Kabel und amerikanischem Ladegerät (mit europäischem Normaufsatz).Im Gerät befindet sich ein Prozessor mit einem Gigaherz, 256 MByte DDR Arbeitspeicher, ein SD-Cardreader, ein Mini-Ethernetadapter, ein USB-Anschluss, ein Kopfhöreranschluss und ein integriertes Mikrofon.

Hardware

Beim Auspacken des Gerätes hat der Besitzer gewohnt eine hohe Erwartung von dem Gerät und stellt sich schon vor wie einfach er mit seiner neuen Erungenschaft auf der Couch liegt und im Internet surft. Leider sind die ersten Schritt mit dem Gerät dann doch schon sehr ernüchternt und das fängt schon beim ersten Anpacken des Gerätes an. Die Verarbeitung des Gerätes wirkt unsauber und billig, da es sich bei dem Gehäuse aus einem schlichten Plastik Gehäuse handelt, bei dem sich schon beim ersten Anfassen das Display leicht ins Gehäuse drückt. Der mit dem Homebutton bei Apple iPad vergleichbare Button in der Mitte sitzt leicht schief und wackelt beim Berühren hin und her.

Die erste Schritt nach dem Einschalten ist wohl das Aktivieren der WLAN Verbindung. Wer kein WLAN hat kann sich natürlich um so mehr an dem mitgelieferten Mini-USB-to-Ethernetadapter freuen. Da stellt sich dann sicherlich nur die Frage, wo ist der Sinn eines Tabletts, wenn wieder hunderten von Kabel mit dem Gerät verbunden sind. Die erste Berührung des Displays wirkt erschreckend. Da es sich bei dem Display um ein berührungsempfindliches Display handelt, muss das Display teilweise schon feste berührt werden um einen einen Steuerungsbefehl abzugeben. Durch den hohen Druck, der für das Navigieren nötig ist, wird das Scrollen in einem Fenster sehr umständlich, da es fast unmöglich ist zu scrollen ohne, dass irgendwas angeklickt wird. Wer das Gerät einmal aufladen möchte wird von dem amerikanischen Stromstecker der mit dem Gerät geliefert wird nicht gerade begeistert sein. Zwar liefert der Hersteller einen Adapter nach europäischer Norm mit, dieser fällt aber fast aus der Wand, da er kaum halt zum amerikanischen Stecker findet.

Software

Das Userfrontend macht nach dem einschalten einen relativ sauberen Eindruck. Einstellungen sind leicht zu finden und die Navigation durch die Menüs scheint auch sauber. Surft man mit dem Tablett im Internet, lässt sich schnell auf Seiten wie Facebook und Co. feststellen, dass der standardmäßig installiere Browser keine besonders gute Unterstützung für Javascript basierte Webseiten bietet.

Die mitgelieferte Applikation für Maps (ähnlich Google Maps) ist auf dem Gerät auch eher fehl am Platz. Im Idealfall dient sie lediglich dazu, sich abends im Hotel in einer Fremden Stadt die Umgebung ein wenig einzuprägen, wenn man WLAN hat. Das Navigieren auf der Map ist ähnlich wie beim iPad recht einfach. problematisch wird es dann, wenn man in die Karte hineinzoomen möchte. Zum hineinzoomen dienen lediglich zwei Button am Rand der Karte über die man entweder reinzoomt oder rauszoomt.

Die Meiste mit dem Gerät gelieferte Software macht nur dann Sinn, wenn man eine SD-Karte für das Gerät hat, da die Programme für z.B. Musik oder Bilder direkt auf die SD-Karte greifen und nicht funktionieren wenn keine Karte vorhanden ist. Ein vielleicht tolles Feature ist der mitgeliferte Filebrowser der das einsehen von SD-Karte oder USB-Stick ermöglicht.

Ein wiederum ganz erheblicher Nachteil ist die Umsetzung von Energiesparmöglichkeiten. Das Gerät schaltet zwar, je nach Einstellung, von selbst in den Energiesparmodus, dieser besteht aber lediglich daraus, dass der Bildschirm abgedunkelt wird. Wer also mit dem Gerät beispielsweise im Internet surft und es für eine Pause in die Ecke legt ohne es komplett abzuschalten, wird sich nach ein paar wenigen Stunden wundern, dass der Akku leer ist. Die Akkulaufzeit befindet sich zwischen zwei und vier Stunden.

Fazit

Wer sich für ein Tablett interessiert, und diese günstige Variante als Ausweich von einem teuren Tablett sieht wird mit dem Gerät sicherlich keine freude haben. Das Gerät ist meiner Meinung nach nicht alltagstauglich. Das Gerät ist bestenfalls etwas für Entwickler und Bastler, die sich dem Gerät gerne näher widmen und das volle Potential der Software ausschöpfen wollen. Eine Kaufempfehlung möchte ich für das Gerät nicht geben. Da ist es vielleicht besser, sich das Geld für ein richtiges Tablett wie bspw. iPad oder Galaxypad zur Seite zu legen.

  • kidem sagt:

    Ich habe zwar den Z102 von Zenithink, kann aber die Meinung trotzdem nicht teilen. Die Verarbeitung ist halt keine 600€ Verarbeitung aber trotzdem stabil. Und die Kabelfreude als negativ zu beurteilen ist doch schlichtweg falsch. Ich muss ja kein Netzwerkkabel anschließen, ich kann aber! Interessant vor allem vielleicht für IT-Leute, welche das Gerät an einen Router oder Sonstiges anschließen können.

    Ja das berührungsempfindliche Display ist etwas gewöhnungsbedürftig, vor allem wenn man ein Multitouch Handy hat. Trotzdem kann man ohne Probleme Seiten scrollen, ohne ständig versehentlich irgendwo hinzutippen. Zumindest beim Z102. Auch Texte verfassen funktioniert gut.

    Zitiere: “….dass der standardmäßig installiere Browser keine besonders gute Unterstützung für Javascript basierte Webseiten bietet.”

    Das Teil unterstüzt sogar flash! Und das tolle am Andrioid System: Ich kann mir meinen Browser aussuchen! Ob Firefox oder Andere!

    Zitat:”…Nachteil ist die Umsetzung von Energiesparmöglichkeiten”

    Ich verweise auch hier auf die unzähligen Energy Saving Apps im Android Market.

    Klar das die Chinesen keine riesigen Gerätetests vor Markteinführung durchführen. Die Hardware wird billige gekauft, irgendwo zusammengeschustert und verkauft. Die Hardware jedoch ist meist dieselbe, welche man auch in den auf dem deutschen Markt erhältlichen Geräten findet.

    Der große Sprung wurde mit Andriod gemacht. Es muss keine aufwändige Betriessystemsoftware entwickelt werden. Andriod funktioniert. Jetzt muss man nur noch ein gutes Teil erwischen.

  • Sascha Klein sagt:

    Hallo kidem,

    danke für deien Kommentar. Ich muss sagen mit dem Aspekt, dass das Tablett für einen Admin interessant sein könnte, da er sich damit mal schnell irgendwo einklinken kann, hast du schon Recht. Es wird immer einzelne Szenerien geben, für welche das Tablett einsetzbar ist.

    Das Problem bei diesem Gerät ist aber ein ganz anderes. Es gibt viele Leute die versuchen wollen den Hype Tablett mit zu erleben, aber kein (bzw. wenig) Geld dafür ausgeben wollen und von der Technik bzw. den Möglichkeiten die ein Android Tablett bietet wenig bis keine Ahnung haben. Genau das sind die Leute die sich das Gerät kaufen werden und hinterher meist enttäuscht sind, da sie ja auch schon mal ein iPad oder Ähnlich in der Hand hatten.

    Ich sollte hier der Fairniss halber noch erwähnen, dass ich den Bericht im Oktober 2010 geschrieben habe. Neue Geräte mögen mit einer neueren Android Version und fortgeschrittenerer Technik vielleicht auch schon hochwertiger sein.

    Grüße

    Sascha

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